20 JAHRE LEUKIN

um zu helfen...

 

TYPISIERUNG IN EMDEN

Der Verein Leukin hatte die Aktion im Emder Dollart-Center organisiert. Das Schicksal der kleinen Martje Bloem hat viele potenzielle Stammzellenspender motiviert, eine Speichelprobe abzugeben.

Emden - Mehr als 1000 Menschen haben sich am Sonnabend im Emder Dollart-Center (DOC) für die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei typisieren lassen. Sie waren dem Aufruf des Vereins zur Hilfe Leukämie kranker Kinder, kurz Leukin, gefolgt, der die Kosten der Typisierung trägt. Die Vereinsvorsitzende Anna Fennen freute sich über den großen Erfolg. Viele potenzielle Stammzellenspender hatten sich zur Teilnahme entschieden, weil sie speziell auf das Schicksal der kleinen Martje Bloem aufmerksam gemacht worden waren.

Das Mädchen ist dringend auf passende Stammzellen angewiesen. Die Eltern der kleinen Martje stammen aus Emden. Unterstützt wurde Leukin von Schülern der Emder Hotelfachschule an den Berufsbildenden Schulen, die außerdem ein großes Rahmenprogramm vorbereitet hatten. Unterstützt wurde die Aktion von „Multi“ und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei. Und das VW-Werk hatte die Tische und Stühle zur Verfügung gestellt.

Wer die Typisierungsaktion im DOC nicht wahrnehmen konnte, kann sich in Emden und Umgebung an vier Service-Points informieren und typisieren lassen. Die Möglichkeit dazu besteht beim Autohaus Osterkamp, beim RKSH in Wolthusen, in der Praxis für Ergotherapie Brüggemann/de Vries sowie im Versicherungsbüro Hartmut Müller in Hinte.    Quelle: Ostfriesen-Zeitung

Typisierung in Emden


Viele neue Helfer für Martje

 

 

Noch vor offiziellem Aktionsbeginn und nach eigentlichem Schluss ließen sich Menschen als Stammzellenspender typisieren.

 

Von HENRIKE HOHMEYER - Emdener ZEITUNG

 

Emden. Die Typisierungsaktion am Sonnabend vor dem Emder Dollart-Center (Doc)

ließ die Veranstalter geschafft, aber vollends zufrieden zurück. Insgesamt sind nun 1061 Menschen mehr als potenzielle Stammzellenspender registriert.

 

„Wir hatten die ganze Zeit über gut zu tun. Der Tag ist als voller Erfolg zu werten”, sagte Anna Fennen, Vorsitzende des Vereins zur Hilfe leukämiekranker Kinder Leukin, im Gespräch mit der Emder Zeitung.

 

Sie zeigte sich beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft der Ostfriesen. „Für mich ist das nur eine Kleinigkeit, aber für jemand anderen kann es eine große Hilfe sein”, sagte Harald Rohdmann nach seiner Typisierung.

 

Für diese ließ der Emder zunächst seine Daten erfassen, und ging dann rüber an einen

Tisch, an dem Fennen schon bereit saß. Sie riss ein schmales Tütchen auf, nahm zwei überdimensionale Wattestäbchen heraus und reichte sie Rohdmann. Nach einem kurzen, prüfenden Blick öffnete er seinen Mund, steckte je ein Stäbchen in die rechte und linke Wangentasche und rieb sie 30 Sekunden lang kräftig auf und ab. „Auf die Drehbewegung kommt es an”, erklärte Fennen währenddessen. „Denn es heißt zwar Speichelprobe, doch wichtig ist der Abrieb der Schleimhaut.” Was von außen durchaus etwas merkwürdig aussieht, kann Leben retten. Auch Marion Rohdmann ließ ihre Daten und DNA erfassen. „Leukämie kann jeden treffen”, sagte sie. „Da würde man sich

dann ja auch Unterstützung wünschen.” Typisieren lassen wollten sich die beiden eigentlich schon seit längerem, der Fall der kleinen Martje aus Osnabrück (die Emder Zeitungberichtete) habe ihnen die Sachen wieder ins Bewusstsein gerufen.

 

Das Mädchen, deren Eltern aus Emden stammen, ist an Leukämie erkrankt und braucht dringend einen Stammzellenspender. „Es ist ein gutes Gefühl, im Ernstfall

helfen zu können”, waren sich die Rohdmanns einig.

 

Das Helfen können ist auch für Anna Fennen die größte Motivation. Mit rund 35 Helfern, darunter auch 17 Soldaten der Bundeswehr vom Kdo SES aus Leer, rückte sie am Sonnabend um neun Uhr an, um die Typisierungsaktion vorzubereiten.

 

Zuvor hatten sich bereits Schüler der Emder Hotelfachschule, die die Veranstaltung

gemeinsam mit dem Unternehmen Multi, Leukin und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei organisierten, um den Aufbau des Zelts und der

von VW gestellten Tische und Stühle gekümmert. Um die Aktion zu besonderem Erfolg

zu führen, stellten die Schüler neben der Typisierung selbst noch ein umfangreiches Rahmenprogramm innerhalb des Doc auf die Füße. Kinderschminken, eine Tombola sowie eine Hypnoseshow boten Abwechslung. Im Vordergrund stand bei allem jedoch ganz eindeutig das Aufklären und Typisieren möglicher neuer Stammzellenspender.

Möglich war es auch, dem Verein Leukin mit einer Geldspende zu helfen. „Wir

arbeiten alle ehrenamtlich. Jeder Euro wird für die Analyse der Stammzellen eingesetzt”, betonte Fennen. „Das Verfahren kostet pro Person rund 50 Euro.” Neben der großen Typisierungsaktion in Emden machten sich auch in der Region Menschen für Martje stark. Die Emder Coverband Fearless nutzte ihr Konzert am Sonnabend in Ochtelbur, um Spendengelder zu sammeln. 

 

Wer die Typisierungsaktion am Doc verpasst hat, kann sich in Emden an vier Service-

Points informieren und typisieren lassen, und zwar im Autohaus Osterkamp, beim RKSH Wolthusen, in der Praxis für Ergotherapie Brüggemann/de Vries und im Versicherungsbüro Hartmut Müller.

 

 

 

 

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